Psych. Schmerztherapie
Psychologische Schmerztherapie: Rechtzeitig! Pille schlucken – fertig aus?
Schmerzmittel gehören zu den verordnungsstärksten Arzneimitteln mit gestiegenem Verbrauch. Die Auswirkungen der Krise, Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes und die sich verändernden Anforderungen des Alltags lassen weitere Zunahmen erwarten. Psychologische Schmerztherapie unterstützt Patienten in ihrer Selbstwirksamkeit.
Schon bei Akutschmerz: Psychotherapie vermeidet Chronifizierung bei belasteten Patienten!
Die Ergebnisse aus der psychologischen Schmerzforschung bieten neue Chancen für betroffene Schmerzpatienten. Gerade Patienten mit Akutschmerz kann durch eine frühzeitige Behandlung viel Leiden erspart werden.
Schmerz ist ein biopsychosoziales Geschehen. Eine ganzheitliche und früh einsetzende Therapie, die schon im Stadium des Akutschmerzes den Patienten aktiv in die Bewältigung der Erkrankung mit einbezieht, hat demnach die größten Chancen, eine Chronifizierung zu vermeiden.
Man kann selber etwas tun!
Die wenigsten wissen, dass gerade sie selbst etwas gegen ihre Schmerzen tun können. Gründe für diesen Missstand sind ein Mangel an Information und die herrschende Vorstellung: „Die anderen sind verantwortlich für meine Krankheiten, ich geh mal zum Arzt, der muss es richten….“ Hier muss ein Umdenken geschehen. Wichtig ist es, die Selbstwirksamkeit zu aktivieren – also das, was jeder selber tun kann, um gesund zu werden. Die neuesten Ergebnisse aus der psychologischen Forschung zeigen, dass Schmerzpatienten, die aktiv in die Therapie einbezogen werden, weniger oft und weniger starke Schmerzattacken haben.
Pain or Nopain? Wie viel Schmerz lasse ich zu?
Gerade beim Übergang von Akutschmerz zu Chronischem Schmerz spielen vor allem psychologische Faktoren eine entscheidende Rolle: Welche Perspektiven entwickelt der Patient in Bezug auf seine Zukunft, wie stark sind sein Wille und seine Überzeugung, sich selbst zu helfen und aktiv in die Schmerzbewältigung einzugreifen? Oder werden stattdessen seine Ängste stärker, fühlt er sich selbst nur als Opfer und wartet passiv auf Hilfe von außen? Angst vor Schmerz verstärkt den Schmerz u.a. durch Fehlverhalten und Anspannung. Ein Teufelskreis.
Schmerzbewältigung beginnt im Kopf
Psychotherapie hilft gegen die weitere Chronifizierung von Schmerzen. Die Ergebnisse aus der psychologischen Schmerzforschung bieten neue Chancen für betroffene Schmerzpatienten.
Die Verhaltenstherapie bietet Selbsteffizienz- und Kompetenzsteigerung im Umgang mit der Erkrankung und eine damit einhergehende Schmerzreduktion.
Rechtzeitige psychologische Schmerztherapie hilft, damit der Schmerz sich nicht verselbstständigt.

